Der erste Schritt wartet in Steindorf

Die Vorbereitung ist beendet, das Kreispokalspiel gegen die SG Waldsolms liegt hinter unserer Ersten und nun beginnt die neue Saison auch in der Kreisliga A. Am Sonntag um 15 Uhr tritt der FCS beim TSV Steindorf an. Für Gianni Piana ist es das erste Ligaspiel als verantwortlicher Trainer unserer Ersten Mannschaft.
Eine starke Rückrunde als neuer Maßstab
Die Ausgangslage ist klar: Unsere Erste möchte dort weitermachen, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört hat. Nach einer schwierigen Hinrunde entwickelte sich der FCS in der zweiten Saisonhälfte zu einer der stärksten Mannschaften der Liga.
Zehn Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage brachten 32 Punkte. Mit einem Torverhältnis von 47:14 war unsere Mannschaft die zweitbeste der gesamten Rückrunde und arbeitete sich noch auf den fünften Tabellenplatz vor.
Diese Entwicklung liefert den Maßstab für die neue Spielzeit. Der FCS hat bewiesen, welches Niveau er erreichen kann. Nun gilt es, diese Qualität nicht erst nach einigen Monaten, sondern von Beginn an und über eine vollständige Saison abzurufen. Das intern formulierte Ziel lautet entsprechend, erneut unter den besten fünf Mannschaften der Kreisliga A zu landen.
Rollenwechsel innerhalb einer gewachsenen Mannschaft
Mit Gianni Piana übernimmt ein Trainer, der Mannschaft und Verein aus unmittelbarer Nähe kennt. Noch in der vergangenen Saison stand der 35-Jährige selbst achtmal für die Erste auf dem Platz. Sein Wechsel an die Seitenlinie ist daher weniger ein kompletter Neustart als ein Rollenwechsel innerhalb einer gewachsenen Gruppe.
Unterstützt wird er von Rick und Dave. Die Zusammenarbeit soll von einem offenen Austausch und klaren Verantwortlichkeiten geprägt sein. Sportlich möchte das Trainerteam eine Mannschaft sehen, die mutig, diszipliniert und zielstrebig auftritt.
Im Kreispokal gegen den Gruppenligisten SG Waldsolms war bereits zu erkennen, dass die Mannschaft in der Vorbereitung wichtige Fortschritte gemacht hat. Bis zur 86. Minute lag der FCS lediglich mit 0:1 zurück, ehe die Gäste die Partie mit zwei späten Treffern entschieden. Das Ergebnis von 0:3 fiel dadurch deutlicher aus, als es der lange ausgeglichene Spielverlauf vermuten ließ.
Nun wartet mit Steindorf ein Gegner, der unsere Mannschaft auf eine andere Weise fordern wird.
Laufstärke, Kampf und schnelles Umschalten
Der TSV hat den Kern seiner Mannschaft zusammengehalten und sich für die neue Saison gezielt verstärkt. Steindorf steht für hohe Laufbereitschaft, körperliche Robustheit und ein gefährliches Umschaltspiel. Genau diese Eigenschaften machen den Auftakt zu einem anspruchsvollen ersten Gradmesser.
Gianni Piana erwartet deshalb eine intensive Begegnung:
„Steindorf kommt stark über den Kampf und die Laufleistung. Das müssen wir annehmen. Anschließend gilt es, unsere eigenen Stärken clever auszuspielen.“
Neben der fußballerischen Qualität wird es für den FCS darauf ankommen, von der ersten Minute an körperlich präsent zu sein. Der Gegner darf nach Ballverlusten nicht zu einfachen Umschaltsituationen eingeladen werden. Gleichzeitig besitzt unsere Mannschaft selbst genügend Tempo, um nach Ballgewinnen schnell nach vorne zu spielen.
Unabhängig vom Ergebnis möchte Gianni vor allem Laufbereitschaft, gegenseitige Unterstützung und eine positive Kommunikation auf dem Platz sehen.
„Die Spieler sollen sich auf dem Platz positiv pushen. Wenn wir das zeigen, kommt der Rest von alleine.“
Ein früher Test für die eigenen Ansprüche
Ein einzelnes Spiel wird noch keine endgültige Aussage über den Verlauf der Saison erlauben. Trotzdem bietet der Auftakt eine erste Gelegenheit zu zeigen, ob die Lehren aus dem vergangenen Jahr angekommen sind.
Damals benötigte der FCS mehrere Monate, um sein tatsächliches Potenzial auszuschöpfen. Einen vergleichbaren Rückstand auf die Spitzengruppe möchte die Mannschaft diesmal vermeiden. Dafür muss sie in Steindorf jene Tugenden auf den Platz bringen, die bereits die starke Rückrunde geprägt haben: defensive Stabilität, hohe Einsatzbereitschaft und ein geschlossenes Auftreten.
Die Kreisliga A verspricht ein offenes Rennen. Mit Burgsolms II und Oberbiel sind zwei Kreisoberliga-Absteiger hinzugekommen. Auch Büblingshausen II, Kölschhausen und Steindorf werden weit vorne erwartet. Der FCS muss sich in diesem Feld jedoch nicht verstecken.
Die Qualität für einen Platz in der Spitzengruppe ist vorhanden. Am Sonntag geht es darum, den ersten Schritt zu machen.
Die Zweite vor ihrem B-Liga-Debüt
Auch für unsere Zweite beginnt am Sonntag ein neues Kapitel. Nach einer außergewöhnlichen Meistersaison tritt die Mannschaft erstmals in der Kreisliga B an. Zum Auftakt wartet um 15 Uhr das Auswärtsspiel beim TSV Albshausen.
Mit 26 Siegen aus 28 Spielen, 78 Punkten und einem Torverhältnis von 125:22 dominierte der FCS die vergangene Saison. In der Rückrunde gewann die Mannschaft sogar alle 14 Begegnungen.
In der B-Liga wird sie jedoch nicht mehr jedes Spiel über weite Strecken kontrollieren können. Die Mannschaft muss lernen, auch längere Phasen ohne Ball zu überstehen, defensiv kompakter zu arbeiten und enge Begegnungen anzunehmen.
Ihre offensive Identität soll sie dabei nicht verlieren. Sebastian Chmura, Nico Kaplarowics und Nawid Hadji sorgten bereits in der Aufstiegssaison für viel Torgefahr. Der Kern des Teams ist zusammengeblieben und wurde durch weitere Spieler ergänzt.
Auch an der Seitenlinie wurde das Team verstärkt. Marvin Völk unterstützt künftig Christian Blasius. Der 26-Jährige besitzt die B-Lizenz und bringt Erfahrung aus dem leistungsorientierten Jugendfußball mit.
Der Klassenerhalt bleibt das richtige erste Ziel. Mit ihrem stabilen Kern und ihrer offensiven Qualität besitzt die Zweite jedoch gute Voraussetzungen, sich schnell in der neuen Liga zurechtzufinden.
Die Dritte eröffnet den FCS-Spieltag
Bereits um 12.30 Uhr startet unsere Dritte ebenfalls in Albshausen. Gegner ist die zweite Mannschaft des TSV. Damit eröffnet sie den ersten Pflichtspielsonntag der neuen Saison.
In der vergangenen Spielzeit kamen insgesamt 59 unterschiedliche Spieler für die Dritte zum Einsatz. Diese Breite war für den gesamten Seniorenbereich wertvoll, erschwerte aber die Entwicklung einer festen Mannschaft. Nur 17 Akteure absolvierten mindestens zehn Begegnungen.
In dieser Saison soll deshalb mehr personelle Kontinuität entstehen. Der Tabellenplatz steht dabei zunächst weniger im Mittelpunkt als der Aufbau eines verlässlichen Kerns. Die Dritte soll jungen Spielern, Wiedereinsteigern und Akteuren aus dem erweiterten Kader weiterhin Einsatzzeit bieten und zugleich sportlich stabiler werden.
Gelingt es, regelmäßiger mit einer eingespielten Gruppe anzutreten, sind auch bessere Ergebnisse möglich.
Die Spiele am Sonntag
Drei Mannschaften, drei Auswärtsspiele und ein gemeinsames Ziel: erfolgreich in die Saison 2026/27 starten.


