Die Ausgangslage hat sich innerhalb weniger Wochen deutlich verändert.
Nach vier Spieltagen standen wir bei fünf Punkten und hatten zwar schon mit dem 8:1 gegen Nauborn/Laufdorf gezeigt, welches offensive Potenzial in unserer Mannschaft steckt, gleichzeitig aber auch Punkte liegen gelassen.
Seitdem hat der FCS jedes Ligaspiel gewonnen.
Auf das 6:2 bei Waldsolms II folgten das 4:1 gegen Büblingshausen II, das 10:0 gegen Hohenahr, ein 3:0 beim damaligen Tabellenführer Waldgirmes III und zuletzt das 5:1 gegen den SV Kölschhausen.
Aus fünf Punkten wurden 20. Aus dem Anschluss an die Spitzengruppe wurde erstmals in dieser Saison Platz eins.
Am Freitag geht es deshalb nicht mehr darum, zur Spitze aufzuschließen. Zum ersten Mal müssen wir sie bestätigen.
40 Tore nach neun Spielen
Am auffälligsten bleibt unsere Offensive.
Nach neun Ligaspielen stehen bereits 40 Treffer auf dem Konto. Damit stellen wir aktuell deutlich die beste Offensive der Kreisliga A.
Natürlich haben die beiden sehr hohen Siege gegen Nauborn/Laufdorf und Hohenahr großen Anteil an dieser Zahl. Inzwischen lässt sich die Bilanz aber längst nicht mehr nur mit einzelnen Kantersiegen erklären.
Sechs Treffer gelangen uns in Kraftsolms. Vier gegen Büblingshausen. Fünf am vergangenen Wochenende gegen Kölschhausen.
In vier der vergangenen fünf Ligaspiele haben wir mindestens vier Tore erzielt.
Gleichzeitig hat das 3:0 in Waldgirmes gezeigt, dass unsere Mannschaft auch dann Lösungen findet, wenn ein Gegner nicht aus dem unteren Tabellenbereich kommt.
Waldgirmes war als Tabellenführer in die Partie gegangen und hatte sich bis dahin selbst in der Spitzengruppe etabliert. Auch dort setzte sich unser Lauf fort.
Das offensive Trio steht bei 35 Treffern
Ein großer Teil der Tore verteilt sich weiterhin auf drei Namen.
Patrick „Rick“ Schmidt steht inzwischen bei 14 Saisontoren. Dennis Schmidbauer folgt mit elf Treffern, Davide Benatti hat zehnmal getroffen.
Zusammen haben die drei damit 35 unserer 40 Ligatore erzielt.
Das ist eine außergewöhnlich hohe Quote und zeigt, wie konstant unser offensives Kerntrio in den vergangenen Wochen produziert hat.
Gleichzeitig ist die Entwicklung gegen den Ball mindestens ebenso interessant.
Nach zehn Gegentreffern in den ersten sieben Spielen kamen in den vergangenen beiden Partien nur noch einer hinzu. Auf das 3:0 in Waldgirmes folgte zwar beim 5:1 gegen Kölschhausen wieder ein Gegentor, insgesamt präsentiert sich die Mannschaft defensiv zuletzt aber deutlich stabiler.
Gerade deshalb war der Sieg in Waldgirmes sportlich besonders wertvoll. Dort trafen wir nicht nur regelmäßig selbst, sondern hielten gleichzeitig einen Gegner aus der Spitzengruppe über 90 Minuten ohne Tor.
Eintracht kommt mit fünf Siegen nach Niederwetz
Der Tabellenplatz der SG Eintracht 05 Wetzlar sollte dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass uns am Freitag ein Gegner mit einem durchaus erfolgreichen Saisonstart erwartet.
Eintracht steht nach acht Spielen bei 15 Punkten und 19:15 Toren.
Die Gäste haben fünf ihrer bisherigen acht Ligapartien gewonnen.
Bemerkenswert ist dabei, dass es bislang kein einziges Unentschieden gab. Die Saison der SG verläuft entsprechend wechselhaft. Auf gute Ergebnisse folgten immer wieder Rückschläge.
Auch die letzten fünf Spiele passen dazu: Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage, Sieg.
Eine Mannschaft also, bei der aktuell wenig auf dauerhafte Serien hindeutet, die aber regelmäßig Spiele für sich entscheidet.
Acht Tore beim letzten Eintracht-Spiel
Am vergangenen Wochenende gewann Eintracht mit 5:3 bei Waldsolms II.
Es war der bislang torreichste Sieg der SG in dieser Saison.
Das Ergebnis zeigt beide Seiten der bisherigen Eintracht-Spielzeit. Offensiv kann die Mannschaft jederzeit gefährlich werden. Gleichzeitig blieben beim Auswärtssieg drei Gegentreffer.
Mit insgesamt 19 Toren besitzt Wetzlar zwar nicht annähernd unsere aktuelle Offensivbilanz, kommt aber auf mehr als zwei Treffer pro Partie.
Der auffälligste Spieler ist dabei Housseyn Chaib.
Er steht aktuell bei fünf Saisontoren und ist damit bester Torschütze der Eintracht.
Chaib traf unter anderem auch bei der 2:3-Niederlage in Lemp und hat bereits mehrfach gezeigt, dass er Spiele offensiv prägen kann.
Eintracht hat sich deutlich verbessert
Auch der Blick auf die vergangenen Spielzeiten macht die aktuelle Ausgangslage interessant.
Eintracht Wetzlar beendete die Saison 2024/25 auf Rang 14 und wurde im vergangenen Jahr Zwölfter.
Der aktuelle achte Platz ist deshalb nicht einfach eine Fortsetzung der vergangenen Jahre.
Mit 15 Punkten aus acht Spielen hat die SG bereits mehr als die Hälfte ihrer bisherigen Partien gewonnen und wirkt deutlich stabiler als in den beiden vergangenen Spielzeiten.
Der Abstand zwischen beiden Teams beträgt aktuell fünf Punkte.
Das klingt zunächst komfortabel, relativiert sich aber dadurch, dass wir bereits ein Spiel mehr absolviert haben.
Eintracht kommt damit keineswegs als klassischer Gegner aus dem unteren Tabellendrittel nach Niederwetz.
Drei direkte Duelle in Folge gewonnen
Die jüngere direkte Bilanz spricht dagegen für uns.
In der Saison 2024/25 verloren wir zunächst mit 1:3 in Wetzlar, gewannen das Rückspiel zuhause aber ebenfalls mit 3:1.
In der vergangenen Saison konnten wir dann beide Begegnungen für uns entscheiden.
In Schöffengrund gewannen wir 3:2. Das Rückspiel in Wetzlar endete mit einem 2:0-Auswärtssieg.
Damit haben wir die letzten drei Ligaspiele gegen Eintracht gewonnen. Zweimal gelang das zuhause.
Trotzdem zeigt gerade der aktuelle Saisonstart des Gegners, dass die Ergebnisse der vergangenen Jahre nur begrenzt etwas über den Freitagabend aussagen.
Eintracht kommt diesmal als Mannschaft nach Niederwetz, die bereits fünf Ligaspiele gewonnen hat und deutlich besser gestartet ist als in den vergangenen beiden Spielzeiten.
Eine neue Rolle für unsere Mannschaft
Für uns liegt die interessanteste Geschichte ohnehin auf der eigenen Seite.
Bislang ging es darum, Punkte aufzuholen.
Nach dem wechselhaften Saisonstart haben wir uns mit fünf Siegen in Folge Schritt für Schritt nach vorne gearbeitet.
Jetzt verändert sich die Perspektive.
Zum ersten Mal in dieser Saison stehen wir oben.
Das bedeutet nach neun Spielen noch wenig für den weiteren Saisonverlauf. Die Abstände bleiben eng und ein einzelner Spieltag kann die Reihenfolge an der Spitze schnell wieder verändern.
Trotzdem ist es eine neue Situation.
Wir müssen nicht mehr versuchen, den Tabellenführer einzuholen. Wir gehen selbst als Tabellenführer auf den Platz.
Gerade deshalb wird interessant, ob unsere Mannschaft auch mit dieser Rolle genauso umgehen kann wie mit den vergangenen fünf Aufgaben.
Eintracht besitzt genug Qualität, um uns dabei zu fordern. Fünf Siege aus acht Spielen, ein 5:3-Auswärtserfolg am vergangenen Wochenende und ein gefährlicher Torschütze mit Chaib zeigen das deutlich.
Unsere Aufgabe bleibt trotzdem dieselbe.
Die aktuelle Serie nicht verwalten. Nicht auf die Tabelle schauen. Sondern genau dort weitermachen, wo wir in den vergangenen Wochen aufgehört haben.
Ab 19:00 Uhr in Niederwetz wartet die nächste Gelegenheit dazu.
Fünf Siege in Folge und erstmals Platz eins: Am Freitagabend wartet auf unsere Erste die nächste Aufgabe gegen eine Eintracht, die selbst fünf ihrer ersten acht Ligaspiele gewonnen hat.
Freitag · 19:00 Uhr · Niederwetz


