Vor wenigen Wochen hätte die Ausgangslage noch deutlich anders geklungen.
Nach vier Spieltagen standen wir bei fünf Punkten. Auf das 2:2 zum Auftakt in Steindorf und das 8:1 gegen Nauborn/Laufdorf folgten die 0:2 Niederlage in Lemp und ein weiteres 2:2 gegen Biskirchen/Ulmtal.
Seitdem hat unsere Mannschaft jedes Ligaspiel gewonnen.
Beim 6:2 in Kraftsolms begann die Serie. Danach folgte das 4:1 gegen den RSV Büblingshausen II, anschließend das 10:0 gegen Hohenahr und am vergangenen Wochenende das 3:0 beim damaligen Tabellenführer SC Waldgirmes III.
Vier Spiele, vier Siege und 23:3 Tore.
Aus fünf Punkten wurden innerhalb weniger Wochen 17. Damit gehen wir als Tabellenzweiter in den neunten Spieltag. Nur die SG Oberbiel liegt mit 18 Punkten vor uns, Steindorf steht ebenfalls bei 17 Zählern.
Die Tabelle zeigt aber gleichzeitig, wie wenig die einzelnen Platzierungen zu diesem Zeitpunkt bereits voneinander entfernt sind. Kölschhausen kommt als Achter nach Niederwetz und hat trotzdem nur vier Punkte weniger auf dem Konto.
Der Sieg in Waldgirmes bestätigt unseren Lauf
Dass unsere Mannschaft offensiv viel Qualität besitzt, war schon vorher deutlich geworden.
Acht Tore gegen Nauborn/Laufdorf, sechs bei Waldsolms II und zehn gegen Hohenahr sind Ergebnisse, die zwangsläufig auffallen.
Gerade deshalb war das vergangene Wochenende noch einmal interessant.
Mit dem SC Waldgirmes III wartete kein Gegner aus dem unteren Tabellenbereich. Waldgirmes ging als Tabellenführer in die Partie und hatte sich bis dahin selbst in der Spitzengruppe etabliert.
Trotzdem lagen wir bereits zur Pause mit 2:0 vorne und ließen auch nach dem Seitenwechsel keinen Gegentreffer zu. Am Ende stand ein 3:0 Auswärtssieg.
Damit konnten wir unsere aktuelle Form erstmals innerhalb dieser Siegesserie auch gegen einen Gegner bestätigen, der selbst unmittelbar vorne in der Tabelle stand.
Das macht den aktuellen Lauf aussagekräftiger.
Gleichzeitig setzte sich in Waldgirmes eine Entwicklung fort, die in den ersten Wochen der Saison noch nicht zu sehen war.
Zum ersten Mal zweimal hintereinander ohne Gegentor
In den ersten sechs Ligaspielen dieser Saison kassierten wir immer mindestens einen Treffer.
Selbst bei deutlichen Siegen gelang es zunächst nicht, die Null zu halten.
Das hat sich zuletzt geändert.
Auf das 10:0 gegen Hohenahr folgte das 3:0 in Waldgirmes. Damit steht unsere Mannschaft erstmals in dieser Saison in zwei Ligaspielen hintereinander ohne Gegentor.
Seit 180 Ligaminuten hat der FCS keinen Treffer mehr kassiert.
Bei insgesamt 35 eigenen Toren richtet sich der Blick verständlicherweise häufig auf unsere Offensive. Gerade die zunehmende Stabilität gegen den Ball könnte für die kommenden Aufgaben aber mindestens genauso wichtig werden.
Denn die nächsten Gegner werden nicht alle die Räume anbieten, die in einigen der deutlich gewonnenen Spiele vorhanden waren.
Kölschhausen dürfte dafür direkt ein gutes Beispiel sein.
Drei Spieler stehen bei 30 unserer 35 Tore
Offensiv bleibt die Verteilung unserer Treffer außergewöhnlich konzentriert.
Patrick „Rick“ Schmidt steht nach acht Spieltagen bereits bei 13 Toren. Davide Benatti hat neunmal getroffen, Dennis Schmidbauer achtmal.
Zusammen kommen die drei auf 30 unserer bislang 35 Ligatore.
Rick Schmidt hat zudem bislang jedes Ligaspiel über die volle Distanz bestritten und seine Trefferquote über mehrere Wochen bestätigt.
Gleichzeitig haben die vergangenen Spiele gezeigt, dass sich unsere Mannschaft nicht ausschließlich über einzelne Torjäger definiert. Gerade beim 3:0 in Waldgirmes war entscheidend, dass wir auch gegen einen stärkeren Gegner defensiv stabil blieben und das Spiel nicht nur über eine hohe Zahl an Chancen kontrollierten.
Kölschhausen ist mehr als ein Tabellenachter
Der achte Platz des SV Kölschhausen klingt auf den ersten Blick nach einer klassischen Mittelfeldposition.
Die Zahlen dahinter erzählen allerdings eine andere Geschichte.
Kölschhausen steht nach acht Spielen bei 13 Punkten und 16:13 Toren. Damit beträgt der Abstand zu uns gerade einmal vier Punkte.
Ein Sieg würde die Gäste also unmittelbar wieder näher an die oberen Plätze heranbringen.
Auch der Blick auf die vergangene Saison zeigt, weshalb wir den SVK nicht anhand seines aktuellen Tabellenrangs einordnen sollten.
Kölschhausen war erst 2024 in die Kreisliga A aufgestiegen. In den beiden Jahren zuvor hatte der Verein jeweils Rang zwei in der B Liga belegt und den Aufstieg zunächst verpasst.
Im ersten Jahr nach dem Aufstieg folgte dann sofort Platz vier.
Damit landete Kölschhausen sogar einen Rang vor uns. Unsere Mannschaft wurde Fünfter.
Aus einem Aufsteiger wurde innerhalb einer Saison also eine Mannschaft, die sich direkt in der oberen Tabellenhälfte der A Liga festsetzen konnte.
Der SVK hat bereits Steindorf geschlagen
Auch die bisherigen Ergebnisse dieser Saison zeigen, dass Kölschhausen gegen stärkere Gegner bestehen kann.
Zum Auftakt gab es ein 3:3 bei Burgsolms II. Danach gewann der SVK 2:0 in Blasbach.
Beim aktuellen Tabellenführer Oberbiel verlor Kölschhausen zwar 0:2, anschließend folgte aber ein durchaus bemerkenswertes Ergebnis.
Gegen Steindorf gewann der SVK mit 2:0.
Steindorf steht aktuell punktgleich mit uns bei 17 Punkten und gehört damit ebenfalls zur Spitzengruppe der Liga.
Nach einem weiteren 3:0 Erfolg bei Nauborn/Laufdorf geriet Kölschhausen allerdings etwas aus dem Rhythmus. Gegen Lemp und Biskirchen/Ulmtal folgten zwei Niederlagen.
Am vergangenen Wochenende kam dann die Reaktion.
Waldsolms II wurde mit 4:1 geschlagen.
Kölschhausen reist also ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis nach Niederwetz.
Dennis Hinz als zentrale Offensivkraft
Eine Personalie beim Gegner fällt besonders auf.
Dennis Hinz hat bislang acht Tore erzielt.
Damit ist er für genau die Hälfte aller 16 Kölschhausener Saisontreffer verantwortlich.
Beim jüngsten 4:1 gegen Waldsolms II traf Hinz zweimal.
Seine aktuelle Quote kommt dabei nicht völlig überraschend. Bereits in der vergangenen Saison gehörte er gemeinsam mit Hannes Köhler zu den wichtigsten Offensivspielern der Mannschaft.
Für unsere Defensive wartet damit direkt die nächste interessante Prüfung.
Wir gehen mit zwei Spielen ohne Gegentor in Folge in die Partie. Auf der anderen Seite steht ein Angreifer, der bislang einen enormen Anteil an der Offensive seines Teams besitzt.
Gerade dieses Duell dürfte eines der interessanteren Themen des Freitagabends werden.
Je ein Sieg in der vergangenen Saison
Auch die beiden direkten Duelle aus der vergangenen Saison sprechen nicht dafür, dass zwischen beiden Mannschaften ein grundsätzlich klares Kräfteverhältnis besteht.
Im September 2025 verloren wir in Kölschhausen mit 0:2.
Damals befand sich unsere Mannschaft noch in einer schwierigen Phase der Hinrunde.
Das Rückspiel im April sah völlig anders aus.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns längst stabilisiert und waren mitten in unserer starken Rückrunde. Zuhause setzten wir uns mit 4:1 gegen den SVK durch.
Damit gewann in der vergangenen Saison jeweils die Heimmannschaft.
Der direkte Vergleich steht bei einem Sieg für beide Teams und insgesamt 4:3 Toren für uns.
Viel wichtiger als diese Bilanz ist aber die Entwicklung seit dem ersten Duell.
Vor einem Jahr stand Kölschhausen als Aufsteiger bereits vor uns. Inzwischen gehen wir als Tabellenzweiter in die Begegnung.
Der Tabellenplatz ist eine Momentaufnahme
Nach acht Spieltagen dürfen wir uns über die aktuelle Ausgangslage freuen.
17 Punkte, 35 erzielte Tore, vier Siege hintereinander und zuletzt zweimal ohne Gegentor sind eine starke Zwischenbilanz.
Mehr ist es zu diesem Zeitpunkt aber auch noch nicht.
Die Abstände innerhalb der Liga sind weiterhin gering.
Oberbiel hat 18 Punkte. Wir stehen bei 17. Steindorf ebenfalls. Kölschhausen liegt mit 13 Punkten trotz Rang acht nur vier Zähler dahinter.
Ein einzelnes Wochenende kann deshalb weiterhin einiges verändern.
Entsprechend geht es am Freitagabend nicht darum, den zweiten Tabellenplatz zu verwalten oder bereits größere Saisonziele daraus abzuleiten.
Es geht um die nächste Aufgabe.
Nach dem überzeugenden Auftritt beim damaligen Tabellenführer wartet nun ein Gegner, der in der vergangenen Saison unmittelbar vor uns landete, in dieser Spielzeit bereits Steindorf geschlagen hat und zuletzt selbst deutlich gewinnen konnte.
Vier Siege in Folge sind die Geschichte der vergangenen Wochen.
Ob daraus ein fünfter wird, entscheidet sich ab 20:00 Uhr in Niederwetz.
Spiel auf einen Blick
SV Kölschhausen
SVK: 8. · 13 Punkte
SVK: 16:13
Niederwetz
Freitagabend, Flutlicht und Heimspiel in Niederwetz. Ab 20:00 Uhr geht es gegen den SV Kölschhausen um die nächsten Punkte.
Für Rot und Weiß.


