Nach 14 Spieltagen führt unsere Erste die Tabelle mit 31 Punkten und 53:18 Toren an. Direkt dahinter steht die SpVgg. Lemp, Oberbiel folgt mit ebenfalls 28 Punkten auf Rang drei. Noch bemerkenswerter ist, was dahinter passiert: Steindorf, Ehringshausen/Dillheim, Waldgirmes III und Eintracht Wetzlar stehen allesamt bei 27 Zählern. Ein komfortables Polster gibt es damit nicht. Der Abstand zwischen Platz eins und sieben beträgt gerade einmal vier Punkte.
Gerade deshalb besitzt die Begegnung mit Oberbiel deutlich mehr Gewicht als ein gewöhnlicher 15. Spieltag. Gewinnt der FCS, wächst der Abstand auf die SG auf sechs Punkte. Bei einem Auswärtssieg wären beide Mannschaften dagegen punktgleich. Weil eine Woche später Lemp nach Schöffengrund kommt, beginnt am Sonntag zugleich ein Doppelpack gegen zwei Teams, die unmittelbar hinter uns stehen.
Elf Ligaspiele ohne Niederlage
Die Tabellenführung ist dabei längst keine Momentaufnahme mehr. Seit dem 0:2 in Lemp Mitte August hat unsere Mannschaft kein Ligaspiel verloren. Neun Siege, vier Unentschieden und lediglich eine Niederlage stehen nach 14 Spieltagen insgesamt zu Buche. In den vergangenen fünf Begegnungen holte der FCS elf Punkte.
Nach dem 1:1 gegen Eintracht Wetzlar folgten das 3:2 gegen Cleeberg II und ein 2:2 bei Ehringshausen/Dillheim. Anschließend gewann der FCS zunächst 2:1 in Burgsolms und am vergangenen Wochenende mit 5:1 beim TSV Blasbach.
Dass die Ergebnisse zuletzt nicht immer so früh feststanden wie bei einigen deutlichen Siegen im September, ändert wenig an der Konstanz. Gerade das 2:1 in Burgsolms war dafür ein gutes Beispiel. Der FCS musste lange einem Rückstand hinterherlaufen und drehte die Begegnung erst in der Schlussphase. Auch solche Spiele gehören inzwischen zu einer Saison, die längst nicht mehr ausschließlich von klaren Erfolgen gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller geprägt wird.
In Blasbach fiel das Resultat wieder deutlicher aus. Mit dem 5:1 erhöhte Schöffengrund seine Bilanz auf 53 Saisontore und stellt damit weiterhin den besten Angriff der Liga. Die außergewöhnliche Gesamtzahl wird zwar auch durch das 8:1 gegen Nauborn/Laufdorf und das 10:0 gegen Hohenahr geprägt, doch auch in vielen anderen Begegnungen hat der FCS regelmäßig mehrfach getroffen.
Dennis Schmidbauer führt die interne Torjägerliste mit 16 Treffern an. Patrick „Rick“ Schmidt steht bei 14, Davide Benatti bei elf. Gemeinsam gehen damit 41 der bislang 53 Schöffengrunder Ligatore auf dieses Trio zurück.
Auch die Heimbilanz passt zur bisherigen Saison. In sieben Heimspielen blieb der FCS ungeschlagen, fünf Partien wurden gewonnen, zweimal gab es ein Remis. Dabei erzielte Schöffengrund 33 Tore und kassierte acht Gegentreffer. Weil sich diese Spiele auf unterschiedliche Plätze in Schöffengrund verteilen, ist daraus keine spezielle Serie für Oberquembach abzuleiten. Die grundsätzliche Stabilität vor eigenem Publikum bleibt dennoch auffällig.
Oberbiel kommt in Torlaune
Dass am Sonntag eine deutlich andere Aufgabe wartet als zuletzt beim Schlusslicht in Blasbach, zeigt schon die bisherige Saison der Gäste. Oberbiel spielte in der vergangenen Runde noch in der Kreisoberliga und gehört nach dem Abstieg erwartungsgemäß sofort wieder zu den stärksten Mannschaften der A-Liga.
Nach 14 Spielen stehen neun Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen auf dem Konto der SG. 42 erzielte Treffer entsprechen exakt drei Toren pro Partie. Besonders eindrucksvoll war die Offensive in den vergangenen beiden Wochen.
Nach einem 1:2 gegen die SpVgg. Lemp gewann Oberbiel zunächst mit 6:3 bei Biskirchen/Ulmtal und anschließend 5:1 gegen Waldsolms II. Elf Treffer innerhalb von zwei Begegnungen zeigen, mit welcher offensiven Form die Gäste nach Oberquembach kommen. Über die vergangenen fünf Spiele erzielte Oberbiel sogar mehr Tore als der FCS.
Besonders im Mittelpunkt steht Deniz Günes. Mit elf Saisontoren führt er die interne Torschützenliste der SG an. Schon beim bislang letzten Gastspiel Oberbiels beim FCS gehörte Günes zu den Torschützen. Zuletzt trafen beim 5:1 gegen Waldsolms außerdem Saliou Serigne Mbacke Sene und Wassilis Giagounidis.
Auffällig ist allerdings die bisherige Auswärtsbilanz. In sechs Gastspielen holte Oberbiel neun Punkte. Drei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber, darunter ein 0:6 bei Waldgirmes III sowie Niederlagen bei Eintracht Wetzlar und Büblingshausen II. Die bisherigen Auswärtssiege gelangen gegen Blasbach, Nauborn/Laufdorf und zuletzt Biskirchen/Ulmtal.
Daraus automatisch eine grundsätzliche Schwäche auf fremden Plätzen abzuleiten, wäre zu einfach. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass die SG auswärts bislang deutlich weniger konstant aufgetreten ist als ihr Tabellenplatz vermuten lässt.
Wiedersehen nach mehr als zwei Jahren
Der direkte Vergleich ist diesmal vor allem eine Hintergrundgeschichte. Die letzten Ligaduelle liegen mehr als zwei Jahre zurück. Im September 2023 gewann der FCS mit 1:0 in Oberbiel. Im Rückspiel im März 2024 setzte sich die SG dagegen deutlich mit 4:0 in Schöffengrund durch.
Anschließend trennten sich die sportlichen Wege. Oberbiel verbrachte zwei Spielzeiten in der Kreisoberliga, während sich der FCS in der A-Liga weiterentwickelte. Die Begegnung am Sonntag ist deshalb das erste Ligaduell beider Mannschaften seit März 2024.
Aussagekräftiger ist der Blick auf die aktuelle Spitzengruppe. Oberbiel konnte Ehringshausen/Dillheim bezwingen, verlor allerdings gegen Waldgirmes III, Eintracht Wetzlar und Lemp. Der FCS gewann seinerseits in Waldgirmes, spielte gegen Steindorf, Eintracht und Ehringshausen jeweils unentschieden und kassierte seine bislang einzige Niederlage ebenfalls gegen Lemp.
Das spricht bislang für etwas mehr Konstanz unserer Mannschaft in den direkten Vergleichen mit der oberen Tabellenhälfte. Die einzelnen Begegnungen entstanden allerdings unter unterschiedlichen Voraussetzungen und liefern deshalb keine Garantie für den Sonntag.
Zwei Wochen, die einiges erzählen können
Genau darin liegt die Geschichte der kommenden beiden Sonntage. Der FCS hat sich mit seiner bisherigen Serie selbst in die Position gebracht, die Liga anzuführen. Nun folgen zwei Begegnungen, in denen die unmittelbaren Verfolger selbst auf dem Platz gegenüberstehen.
Zunächst kommt Oberbiel, eine Woche später Lemp. Beide Spiele werden die Saison im November noch nicht entscheiden. Sie können aber deutlich mehr darüber erzählen, wie stabil die aktuelle Tabellenführung im direkten Vergleich mit den stärksten Mannschaften der Liga ist.
Oberbiel reist mit einer der besten Offensiven der Liga und elf Toren aus den vergangenen beiden Spielen an. Schöffengrund stellt seinerseits den besten Angriff, ist seit elf Ligapartien ungeschlagen und hat in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren. Für beide Mannschaften geht es damit nicht nur um drei Punkte, sondern auch darum, die eigene Position in einer außergewöhnlich engen Spitzengruppe zu stärken.
Zweite trifft auf den punktgleichen Nachbarn
Bereits um 13:00 Uhr beginnt in Oberquembach das Duell der zweiten Mannschaften. Auch hier lohnt sich der Blick auf die Tabelle: Der FCS II steht mit 16 Punkten auf Rang elf, Oberbiel II folgt unmittelbar dahinter mit derselben Punktzahl. Die Tordifferenz fällt dagegen deutlich unterschiedlich aus. Unsere Zweite steht bei 32:26, die Gäste bei 26:32.
Beide Mannschaften kommen mit zwei Siegen in Folge in die Partie. Für den FCS waren diese Erfolge besonders deutlich. Auf das 5:0 beim FC Burgsolms III folgte ein 8:0 bei der SG Altenkirchen/Bonbaden/Neukirchen. 13 Tore und zwei Spiele ohne Gegentreffer haben die Bilanz innerhalb von zwei Wochen erheblich verbessert.
Gleichzeitig sollte die Gegnerstärke nicht ausgeblendet werden. Burgsolms steht im unteren Tabellenbereich, Altenkirchen ist abgeschlagenes Schlusslicht. Trotzdem hatten die beiden Erfolge ihren Wert. Nach einer schwierigeren Phase gewann die Mannschaft erstmals in dieser Saison zwei Ligaspiele nacheinander und blieb zweimal ohne Gegentor.
Besonders auffällig war beim 8:0 Sebastian Chmura. Mit drei Treffern erhöhte er sein Saisonkonto auf sieben Tore und ist damit aktuell erfolgreichster Torschütze unserer Zweiten. Mick Holz traf doppelt, außerdem waren Nico Kaplarowics, Alexander Mueller und Jan Philipp Gath erfolgreich.
Die sieben Unentschieden aus 14 Spielen bleiben dennoch eine der prägendsten Zahlen der bisherigen Saison. Der Aufsteiger war häufig schwer zu schlagen, konnte enge Partien aber lange nicht oft genug für sich entscheiden. Gerade zuhause zeigt sich dieses Bild besonders deutlich: In sieben Heimspielen stehen ein Sieg, fünf Remis und nur eine Niederlage.
Oberbiel II reist ebenfalls mit Rückenwind an. Nach drei Niederlagen in Folge gelangen Siege gegen Naunheim/Niedergirmes II und Hermannstein. Besonders Joao Botelho Martins spielte sich dabei in den Vordergrund. Nach seinem Treffer beim 3:2 gegen Naunheim/Niedergirmes erzielte er beim 3:1 gegen Hermannstein alle drei Oberbieler Tore innerhalb der ersten 28 Minuten.
Damit treffen zwei punktgleiche Mannschaften aufeinander, die jeweils mit zwei Siegen im Rücken nach Oberquembach kommen. Für beide bietet sich die Chance, sich mit einem weiteren Erfolg etwas deutlicher vom unteren Bereich der Tabelle abzusetzen.
Dritte eröffnet den Spieltag in Niederquembach
Bereits um 11:00 Uhr trifft unsere Dritte auf Rot-Weiß Wetzlar. Gespielt wird auf dem Hartplatz in Niederquembach. Beide Mannschaften stehen mit 13 Punkten unmittelbar nebeneinander. Der FCS hat allerdings erst elf Begegnungen absolviert, die Gäste bereits 13 und damit zwei Spiele mehr.
Für unsere Dritte ist es zugleich die Rückkehr in den normalen Ligabetrieb. Das letzte tatsächlich ausgetragene Pflichtspiel liegt drei Wochen zurück. Damals holte die Mannschaft ein 3:3 beim Spitzenteam Türk-Ata-Spor II, nachdem zuvor bereits Spartak Wetzlar II mit 3:1 geschlagen worden war.
Rot-Weiß kommt ebenfalls aus einer positiven Phase. Die Gäste sind seit drei ausgetragenen Ligaspielen ungeschlagen und gewannen zuletzt mit 5:0 gegen Hermannstein II. Ein klarer Favorit drängt sich deshalb kaum auf. Schöffengrund besitzt bei gleicher Punktzahl das bessere Torverhältnis und zwei Spiele weniger, Wetzlar bringt dagegen den besseren Wettkampfrhythmus mit.
Für den FCS wird deshalb vor allem interessant sein, wie schnell die Mannschaft nach drei Wochen ohne reguläres Ligaspiel wieder in ihren Rhythmus findet und an die vier Punkte aus den letzten beiden ausgetragenen Partien anknüpfen kann.
Der Sonntag beginnt um 11:00 Uhr auf dem Hartplatz in Niederquembach mit der Dritten gegen Rot-Weiß Wetzlar. Anschließend geht es in Oberquembach weiter: Um 13:00 Uhr trifft unsere Zweite auf Oberbiel II, um 15:00 Uhr empfängt die Erste die SG Oberbiel.
Für Rot und Weiß.


